Die Schrank-Jirga

Endlich ist es vollbracht! Nach drei je zweiwöchigen Nairobi-Aufenthalten und weiteren drei Tagen harter Verhandlungen (Nein! Es ist kein Scherz!) ist es meiner Frau und mir ohne Blutvergießen, gegenseitiges Anbrüllen oder Türenzuschlagen, endlich gelungen, 6 m² begehbaren Kleiderschrank (auch das ist kein Scherz! Der Schrank ist der Traum jeder Frau bzw. First Lady) aufzuteilen.

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Spice up your life

Während Blog-Kollege Hirbod mit wirklich existentiellen Problemen zu kämpfen hat, mache ich mir meine Probleme selbst. Was soll man auch tun, wenn man alles hat?! Letztens wollte ich mir mal wieder einen türkischen Kaffee zubereiten, nachdem ich seit neuestem von der italienischen Stilpolizei daran gehindert werde, nachmittags Milchkaffee zu trinken. Und bei all den Zutaten, die die Orientalen in ihren Kaffee schütten, griff ich ordentlich daneben.

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Die Kuchen-Krise

Früher hatte ich entspanntes Verhältnis zu Kuchen. Erst, so ab Kleinkindalter, aß ich sie gerne. Dann, ab mittlerem Erwachsenenalter, fing ich selbst zu backen an. Die Eigenproduktion von Teigwaren dieser Art führte sogar in eine kurze tiefenpsychologische Krise. Doch das ist nichts gegen die Krise, in der ich mich zurzeit befinde. Denn seitdem ich in Kenia bin, gelingen mir keine Kuchen mehr. Sie gehen einfach nicht mehr auf.

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Karl der Kiffer oder: Epitaph auf einen Baum

Als ich noch zur Schule ging, gab es ein Lied, in dem es ums Bäumefällen ging und eigentlich um den Käfer Karl, der dabei sein Heim verlor. Vielleicht wegen früher Harthörigkeit oder einer neurologischen Dauerfehlschaltung hatte ich aber immer „Karl der Kiffer“ verstanden, der nicht gefragt, sondern fortgejagt wurde. Von wo: aus dem Jugendzentrum, seiner Wohnung, dem Drogenstrich? Ich weiß auch nicht, was ich mir dabei dachte. Ein Schulfreund klärte mich irgendwann auf.

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Chef eines kleinen, florierenden Unternehmens (Teil 2)

Was bisher geschah: Ein Tag, der ruhig beginnt, entpuppt sich im Verlauf als Jahrestreffen kenianischer Handwerker. Gärtner, Klempner, Termitenjäger, Elektriker und Abfallentsorger marschieren einzeln oder in Kleingruppen auf. Doch nach der Mittagspause entspannt sich die Situation nach und nach. Am Ende sitzt nur noch ein verzweifelter Greis im Garten und buddelt.

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Chef eines kleinen, florierenden Unternehmens (Teil 1)

Vor einigen Jahren sah ich einen Werbe-Spot, in dem auf einer Party eine Karrierezicke eine Hausfrau etwas blasiert fragt: „Und, was machen Sie so?“ Die Hausfrau antwortet scheissfreundlich, sie sei Chefin eines kleinen, florierenden Familienunternehmens. Derweil werden Bilder aus ihrem Alltag eingeblendet: Kinder, Küche und so weiter. Genauso fühlte ich mich gestern, als sich mein Leben nach und nach in eine Großbaustelle verwandelte.

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Die anderen hundert Ladies und ich

Mein erster Entwurf des Titels dieses Blogbeitrags lautete genau andersherum: Ich und die anderen hundert Ladies. Das dachte ich, als ich gerade in einem der Supermärkte in Nairobi stand und versuchte, mich in dem Wust an Produkten, deren Marken ich nicht kannte, zu Recht zu finden. Um mich herum nur Ladies, kein einziger Mann. Hundert Frauen, ein Auftrag. Meiner lautete: Waschmittel. Da darf das männliche Ich gerne kurz mal hinten anstehen.

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