Karen Blixens Fluch

Kürzlich war ich in Kenia, auch um E. zu besuchen, die dort auf Dienstreise weilte. Wie es sich für eine First Lady geziemt, absolvierte ich das Damenprogramm. Dazu gehörte auch ein Besuch von Karen Blixens Haus, jener dänischen Baroness, die hier an Ehe und Kaffeeplantage scheiterte, den tollkühnen Liebhaber zu Grabe trug und damit die Grundlage für einen großen, tragischen Film legte. Dort, am Schauplatz der weltberühmten Romanze, beging ich einen entscheidenden Fehler, für den ich mich ein paar Tage später noch sehr schämen sollte.

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Reise in meinem Zimmer nach Moskau (2)

Der Titel ist geschwindelt, aber nur ein bisschen. Ich sitze nicht in meinem Zimmer, sondern im Novotel in Accra. In dessen Lobby gibt es nicht nur guten Espresso und annehmbare Croissants, sondern auch den schnellsten Internet-Zugang in – vermutlich – ganz Ghana, und das gratis. Ideal dafür, den Weg von Accra nach Moskau übers das Internet zu planen. Was gar nicht so einfach ist, wie sich letztens herausgestellt hat und sich nun wieder erneut bestätigt.

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Reise in meinem Zimmer nach Moskau

Dass Co-Blogger Markus am Bodensee weilte, unserer ehemaligen gemeinsamen Heimat, weckte Erinnerungen. An herrliche Partys, lukullische Kochabende, Sundowner auf den zwei Terrassen unserer WG, kurz: an eine schöne Zeit. Wie wäre es, fragte ich mich heute Morgen, wenn ich auf einen Sprung vorbei nach Moskau käme. Und weil ich gerade nichts Besseres zu tun hatte, plante ich die Route mit dem Auto.

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Exil – Teil 2: Passkontrolle

Es ist schon ein wunderliches Gefühl, wenn man sich dabei ertappt, dass man grinsend auf der Taxispur des Flughafens steht und denkt: „Mann ist, die Luft hier gut.“ Der Moskauer Waldbrand-Smog war nun über dreitausend Kilometer entfernt, ich war auf dem Weg an den Bodensee und hatte das Office 2011 for MAC Clé nicht unbedingt gerechtfertigte Gefühl einen verdienten Urlaub anzutreten.

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Exil – Teil 1: Der Abschied

Irgendwann wurde es so schlimm, dass ich fliehen musste. Um 23.33 Uhr zeigte das Innenthermometer 42°C. Draußen waren es 38°C. Es war nicht daran zu denken den Temperaturunterschied zu nutzen und die Fenster aufzureißen. Denn da war der rauchige Nebel der einen nicht atmen ließ. Der Nebel, der inzwischen schon einen Weg über den alten Müllschacht ins Haus gesucht hatte und sich in die Vorhänge und Kleiderschränke gesetzt hatte.

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Die Götter müssen taub sein

Lieber Markus,

es ist schon paradox: da hat Ghana 300 Kilometer Atlantikküste, mehrere große Flüsse und den größten Stausee der Welt, aber schwimmen gehen kann man nirgends. Am Meer ist die Brandung zu hoch, um einen einzigen vernünftigen Schwimmzug zu machen, und vor den Süßgewässern wird wegen Bilharziose gewarnt. Gut, dass es den etwas anderen Lake Bosomtwi gibt, an dem wir die Osterfeiertage verbracht haben.

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